Ich finde es immer wieder schön neue Gerichte kennen (und lieben) zu lernen: auf Reisen, Besuchen, in Restaurants usw. Essen ist Kulturgut, Genuss, Seelentröster und vieles mehr. Ein Grund mehr es zu genießen und so viel wie möglich darüber und davon zu erfahren, zu probieren und dann vielleicht auch als Bereicherung des eigenen Speisezettels mit nach Hause zu nehmen. Für mich ist es mit der schönste, einfachste und natürlich leckerste Weg Kultur in meinen Alltag zu integrieren.
Deutschland ist (auch wenn das im Ausland noch nicht angekommen ist – ich sag nur Kraut und Würstchen) kulinarisch ein sehr vielschichtiges Land, vor allem was die ursprüngliche, eher bäuerliche / Arbeiter Küche angeht. In jeder Region unseres Landes gibt es köstliche Gerichte die aus einfachen, guten Zutaten gekocht werden, Rezepte die teilweise über Jahrzehnte oder Jahrhunderte Klassiker der regionalen Küche sind.
So sehr ich die italienische, spanische, asiatische usw. Küche liebe, sind die traditionellen Gerichte meiner Kindheit ein Teil von mir die ich mir nie wegdenken könnte. Vieles davon eher einfache Gerichte die schon Oma oder Uroma gekocht haben.
Als Kind (und auch jetzt noch) war ich ein richtiger Suppenkasper. Ich lieeeebe Suppe einfach über alles. Nichts verschafft einem so schnell das Gefühl von Wärme, Geborgenheit und „zu Hause sein“ wie ein dampfender Teller heißer, nahrhafter Suppe. Ein Favorit als Kind war eine klassische Rindfleischsuppe mit Gemüse- und Nudeleinlage die meine Oma oft für mich kochte.
Als ich dann zum Studium nach Süddeutschland zog, war ich glücklich die Suppen dort zu entdecken: mit Maultaschen, Pfannkuchenstreifen und natürlich den Gaisburger Marsch. Kartoffeln und Spätzle in einer Suppenschüssel – das hatte ich zwar vorher nie zusammen auf einem Teller, aber ich liebte beides für sich und der erste Löffel voll hat mich bereits begeistert.
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